Softwareentwicklung in Hamburg: ein neues Modul neben dem System, das bleiben muss
- Hamburg: das Kernsystem bleibt, die Anforderungen ändern sich
- Softwareentwicklung in Hamburg beginnt fast immer an einem System, das älter ist als die Abteilung, die damit arbeitet, und das niemand abschalten darf. Aufträge, Sendungen und Buchungen laufen darüber; jede neue Anforderung landet daneben in einer Tabelle, weil im Kern kein Platz mehr ist. Der Hafen prägt das: Zwischen Zoll, Spedition, Terminal und Buchhaltung liegen Formate, die nie zueinander passen sollten. Dazu Luftfahrtzulieferer rund um Finkenwerder mit eigenen Prüfvorgaben, Verlage und Medienhäuser mit gewachsenen Redaktionswerkzeugen und ein Versandhandel, dessen Abläufe älter sind als jede heutige Schnittstelle. Schnittstellen und Datenübernahmen sind hier Alltag und nicht Ausnahme.
- Softwareentwicklung als zweite Schicht über dem Bestand
- Der Kern bleibt, wo er ist. Daneben entsteht ein Dienst, der die fehlende Funktion übernimmt und über eine Schnittstelle mit dem Altsystem spricht: ein Portal für Kunden oder Spediteure, ein Fachmodul für einen Ablauf, der bisher per Mail lief, eine Auswertung, die Zahlen aus mehreren Quellen zusammenführt. Der Umbau passiert scheibchenweise. Jede Scheibe ist für sich nutzbar, und die alte Datenhaltung wird erst abgeschaltet, wenn die neue nachweislich dieselben Zahlen liefert. Gebaut wird mit TypeScript, Node.js, PostgreSQL und React, betrieben auf Servern in Deutschland und der EU.
- Schnittstellen zuerst, Oberfläche danach
- Zuerst klären wir, was das Bestandssystem hergibt: Export, Datenbankzugriff, Schnittstelle, im Zweifel eine Datei in einem Verzeichnis. Danach steht fest, welche Daten übernommen werden, wie Dubletten erkannt werden und was mit Sätzen passiert, die keiner Regel folgen. Erst dann wird die Oberfläche gebaut. Diese Reihenfolge klingt umständlich und spart die meiste Zeit: Wer die Oberfläche zuerst baut, entdeckt die Formatfragen in der Abnahme. Jede Etappe endet mit einer lauffähigen Fassung auf einer Vorschau-Adresse, die Sie mit echten Daten prüfen. Bevor umgestellt wird, läuft beides eine Weile parallel: Der alte Weg bleibt in Betrieb, der neue rechnet mit, und die Ergebnisse werden verglichen. Erst wenn beide Seiten dieselben Summen zeigen, wird der alte Weg stillgelegt. In einem Haus, in dem täglich Sendungen und Zollvorgänge hängen, ist das keine Vorsicht, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Umstellung überhaupt genehmigt wird.
- Datenübernahme, an der sich Softwareentwicklung messen lässt
- Ein Beispiel aus einem abgeschlossenen Vorhaben: 19 686 Bestellungen aus fünf Jahren wurden aus einem gewachsenen Bestand in ein neues CRM übernommen, ohne eine einzige Dublette. Das ist keine Frage der Geschwindigkeit, sondern der Regeln – welche Sätze sind identisch, welche nur ähnlich, und wer entscheidet im Zweifel. Genau diese Regeln schreiben wir vorher auf und legen sie der Abnahme zugrunde. Was danach im neuen System steht, lässt sich gegen den alten Bestand nachrechnen, statt geglaubt zu werden.
- Der Vertrag, die Übergabe, der Anfang
- Ein abgegrenzter Umbau läuft als Werkvertrag mit festem Preis je Etappe, Abnahme gegen die Leistungsbeschreibung und Gewährleistung auf Mängel. Läuft die Weiterentwicklung dauerhaft neben Ihrem Betrieb, ist der Dienstvertrag nach Tagessatz die ehrlichere Form. Quellcode, Dokumentation und Zugänge stehen Ihnen von Beginn an offen; Weisungen an unsere Entwickler laufen über unsere Projektleitung. Am Anfang steht ein Gespräch über den Engpass, auf Wunsch als Termin vor Ort in Hamburg. Bringen Sie mit, was das Altsystem exportieren kann – daraus entsteht das Angebot.
Hamburg, Hamburg
- Größter Seehafen Deutschlands: Logistik, Spedition, Reedereien und Terminalbetreiber prägen die Wirtschaft – mit vielen Prozessen zwischen Zoll, Fracht und Buchhaltung.
- Luftfahrt-Cluster mit Airbus in Finkenwerder und Lufthansa Technik am Flughafen Fuhlsbüttel, dazu ein Netz von Zulieferern.
- Medien- und Verlagsstandort: Spiegel, Zeit, Bauer Media und große Agenturen sitzen in der Stadt.
- E-Commerce und Versandhandel: die Otto Group hat ihren Sitz in Hamburg-Bramfeld.
- Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg in Harburg und HAW Hamburg als Quellen für Ingenieure und Informatiker.
- Windenergie und erneuerbare Energien: Zentralen und Vertriebsgesellschaften von Turbinenherstellern und Projektentwicklern.
- HafenCity als neu entwickeltes Büro- und Wohnquartier, in dem viele Beratungs- und Technologiefirmen sitzen.
- Hafenwirtschaft und Handel arbeiten mit vielen Altsystemen – Schnittstellen und Datenübernahmen sind hier Alltag, nicht Ausnahme.
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Offene Punkte, vorab geklärt
Kommen Sie für ein erstes Gespräch nach Hamburg?
Ein Termin vor Ort in Hamburg lässt sich für den Auftakt und die Abnahme vereinbaren. Danach genügt in der Regel ein fester Videotermin, weil jede Lieferung ohnehin als anklickbare Fassung vorliegt.
Können Sie unser bestehendes System erweitern, statt es abzulösen?
In den meisten Fällen ja. Der Kern bekommt eine Schnittstelle, die neue Funktion entsteht daneben als eigener Dienst. Abgeschaltet wird das Alte erst, wenn das Neue dieselben Zahlen liefert.
Werkvertrag oder Dienstvertrag?
Ein abgegrenztes Vorhaben mit beschreibbarem Ergebnis läuft als Werkvertrag, weil wir dann für das Ergebnis einstehen. Laufende Weiterentwicklung mit offenem Umfang läuft als Dienstvertrag. In beiden Fällen kommen die Aufgaben für unsere Entwickler von unserer Projektleitung.
Projekt in Hamburg besprechen
Projekte laufen über unsere eigenen Arbeitsplätze und Werkzeuge, verständigt wird sich auf Deutsch. Ein Büro in Hamburg gibt es nicht – Vor-Ort-Termine dort richten wir ein, wenn Sie es wünschen.